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Sommerblumen ziehen
Zwar kann man die bunten Sommerblumen, die uns ab Juni bis hin in den Herbst Farben und Düfte schenken sollen, auch an Ort und Stelle sähen, aber wer sie bereits im März in einem Frühbeet, einem Gewächshaus oder einfach auf der Fensterbank anzieht, gibt ihnen einen guten Vorsprung.
Es ist wichtig, nicht zu eng zu sähen, um den Pflanzen Raum zu geben und Pilzkrankheiten vorzubeugen. Aussaaterde enthält bereits alle für die kleinen Pflanzen wichtigen Mineralstoffe. Wenn die kleinen Pflanzen dafür kräftig genug sind, werden sie pikiert, d.h. vorsichtig aus ihrer Kinderstube genommen und zusammen mit 2-4 anderen kleinen Pflänzchen in einen einzelnen Topf gesetzt, in dem sie bleiben können, bis sie nach Draußen kommen. Sehr praktisch dafür sind Pflanzpaletten, in denen man z.B. beim Gärtner kleine Pflanzen im 10er-Pack kaufen kann - diese aufzubewahren und im nächsten Jahr zum Pikieren zu verwenden lohnt sich, da sie wenig Platz brauchen und vielen Jungpflanzen Raum bieten. Um die Wurzelbildung zu fördern, werden beim Pikieren überlange Wurzeln gekürzt, indem man sie einfach abknipst.

Dieses anmutige Seifenblüchen zeigt seine Schönheit nur einen Sommer lang.
Viele Sommerblumen sähen sich auch selber - wenn man die verblühten Pflanzen im Herbst lange genug stehen läßt, werden die Samen auf natürliche Weise verteilt. Wer also farbenfrohe Überraschungen liebt, kann dann gespannt sein, wo die Blumen nächstes Jahr wieder entstehen.
Einige Pflanzen sind sogenannte Kaltkeimer - sie brauchen Temperaturen um den Gefrierpunkt, um überhaupt keimen zu können, wobei die Samen beim langsamen Herunterkühlen keinen Schaden nehmen, wohl aber bei allzu plötzlichem Absinken der Temperatur. Mit Plastikfolie abgedeckte Schälchen mit Erde und diesen Samen können bei frostfreiem Wetter schon im Februar an einen geschützten Platz gestellt werden - zu den Kaltkeimern gehören Anemonen, Glockenblumen, Steinbrech, Gartenveilchen und Seifenkraut.
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